Die zwölf Schritte

Schon Bill W., dem Begründer der Anonymen Alkoholiker, war aufgefallen, dass es Problem belasteten Menschen an etwas mangelt. Als er eines Tages in sich blickte, stellte er erstaunt fest, dass da überhaupt keine Kraft in ihm war. Und so besann er sich auf die Zwölf Schritte, die nicht nur die Wirksamkeit einer Kraft, die außerhalb von uns liegt, verdeutlichen, sondern uns auch mit dieser Kraft verbinden. So stellen die Schritte einen traditionellen Weg dar, der sich jeder Modeströmung konsequent verweigert.


  • Die Zwölf Schritte:
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Für das Erlangen einer zufriedenen Lebenseinstellung, Lebensführung und schließlich Lebenserfahrung hängt nun mal alles davon ab, wie jeder von uns die Welt und seine Stellung darin interpretiert. Entscheidend für diese Lebensorientierung ist das Bild, dass sich jeder von der Welt macht, und wie sich jeder in dieses Weltbild integriert. Problem belastete Menschen sind geneigt sich in den Mittelpunkt einer selbst erschaffenen Weltordnung zu stellen und mit dieser Weltordnung identisch zu sein. Wir machen uns die Gesetze, nach denen die Welt zu funktionieren hat, selbst. In einer solchen Welt sieht man sich selbst als ein aus dieser Mitte bestehendes Ganzes, über das hinaus nichts existiert. Als Krönung der Schöpfung versuchen wir uns in der Welt so gut es geht einzurichten, um ihre Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und sie für uns nutzbar zu machen, um dann die eigene Situation mit den eigenen Möglichkeiten zu verbessern. Eine Entwicklung wird am Grad der Veränderungen äußerer, materieller Güter gemessen. Die Stimmungslage orientiert sich an dem Gefühl, ob es einem gut oder schlecht geht. Das ist Energiearbeit. Eine Welt hinter dieser festen Grenze kann es aus dieser Sicht nicht geben. Aber ist dem wirklich so?

Nüchternheit ist nicht Trockenheit

Hinterhöfe haben so ihren ganz eigenen Reiz

Unserer eigenen Gedankenwelt sind aber nun mal Grenzen gesetzt, diese Grenzen werden oftmals bitter erfahren. Entgegen unserer allgemeinen Weltauffassung, dass sich eine Entwicklung immer zum Guten entwickelt, müssen wir irgendwann einsehen, dass unsere Welt nur sehr klein ist und ihre Grenzen mit der Zeit immer enger werden. Dem Wunsch, dass das, was als Schön empfunden wird, auch Gut sein muss, wird ein ungeschönter Blick auf die Wahrheit entgegengesetzt.

Die Zwölf Schritte ermöglichen eine eigenständige Sicht auf unseren Ursprung, auf unsere Entwicklung und auf unser Ziel, wobei sie eine Sicht nach der materiellen oder esoterischen Auffassung vermeiden. Sie berücksichtigen zwar einen materiellen als auch einen spirituellen Aspekt, sie verlassen jedoch die Öde und Einschränkungen dieser Sichtweisen. Damit entsteht ein eigenständiger Blick auf das Leben und die Wahrheit, die dahinter vorborgen ist. Schon nach kurzer Zeit, kann festgestellt werden, dass auch die verschiedensten Probleme von uns genommen werden.

Photo: Der Blick wird durch das Alte unscharf

Sobald wir aber aus dieser Mitte heraustreten, sobald wir erkennen, dass wir nicht der Nabel der Welt sind und wir uns und die uns umgebene Welt als Schöpfung eines Gottes erkennen, der alles aus dem Nichts ins Dasein gerufen hat, sehen wir uns auch ganz anderen Fragestellungen gegenüber, denen wir Schritt um Schritt auf den Grund gehen können. Es geht um Nüchternheit und darum die Dinge so zu sehen, wie sie sind und nicht nur um Abstinenz vom Suchtmittel und keinesfalls um eine psychologische Analyse der vielfältigen Symptome. Der Weg setzt die Bereitschaft voraus, die Wahrheit zu akzeptieren und geschehen zu lassen.

Der Gelassenheitsspruch

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden.

Gott gebe mir Geduld mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles, was ich habe, Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft aufzustehen und es wieder zu versuchen.


Die Schritte stehen im pdf-Format zum download zu Verfügung:     Die Zwölf Schritte


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